Alt-Arzneimittel, die in privaten Haushalten anfallen, gelten als „Siedlungsabfall“ und können in den Hausmüll gegeben werden. Siedlungsabfälle werden zuerst in Müllverbrennungsanlagen verbrannt oder mechanisch-biologisch vorbehandelt, wodurch gegebenenfalls die in Restabfällen enthaltenen Schadstoffe weitgehend zerstört oder inaktiviert werden. Die danach noch vorhandenen Arzneimittelreste stellen bei der Deponierung keine Gefahr für das Grundwasser dar. Aufwendige Deponieabdichtungssysteme und Sickerwassererfassungen sorgen dafür, dass Schadstoffe aufgehalten werden und nicht ins Grundwasser gelangen.

Die Alt-Arzneimittel sollten gut verpackt und dem Hausmüll am besten erst am Leerungstag untergemischt werden, damit sie nicht in die Hände von Unbefugten oder kleinen Kindern gelangen. Quecksilberthermometer gehören auf keinen Fall in den Restmüll, ebenso Zytostatika Reste, die oral eingenommen werden. Umkartons und Packungsbeilagen sollten zum Altpapier gegeben werden, leere Blister in die Wertstoffsammlung.

Grundsätzlich gilt: Arzneimittel dürfen nie in die Toilette oder den Ausguss gegeben werden, um den Wasserkreislauf nicht zu belasten.